Musik, Textimpulse, Stille, Rituale, Gesprächs- und Segensmöglichkeit

 

Burkhard Küttner, Mitarbeiter in der Klinikseelsorge

Julia Geschwindner, leitet die Trauergruppe nach Suizid

Pfr. Thomas Demel & Michaela Grimminger

Musik: Elisabeth Lidl

 

Nehmen Sie sich Zeit!

Termine: Samstag, 22.03.2019 / Freitag, 27.09.2019 (zweimal im Jahr)

 

 

Die Nacht ist voller Sterne – nachspüren, was in dunklen Zeiten trägt

Viele Erlebnisse lassen Dunkelheit erfahren: Der Tod, schmerzhafte Enttäuschungen, Krankheit, der Verlust von Dingen, von Heimat, der Verlust einer Freundschaft und noch vieles mehr.

In einem Gebet von Antje S. Naegeli heißt es:

„So viel Verfinsterung auf dieser deiner Welt, mein Gott, mehr oft als zu ertragen in unserem Vermögen steht. Nachtwanderer sind wir, gefährdet allemal, der Dunkelheit uns ganz zu übereignen, nicht mehr zu gewahren der tröstlichen Zeichen um uns her.“

Diese Nacht möchte Raum und Gelegenheit bieten, sich Zeit zu nehmen für die erhellenden und tröstenden Sternstunden inmitten der Erfahrungen von Dunkelheit im eigenen Leben, ein Stück auf diesem Weg in Gemeinschaft zu gehen und zu spüren: ich bin nicht allein.

Besonders die dunkle Jahreszeit lässt die innere Dunkelheit noch intensiver erscheinen. Da wäre uns wie ein Tier in einen Winterschlaf zu fallen, gerade recht. Alles, was uns belastet oder was wir eigentlich schaffen müssten, könnten wir dann ruhen lassen, um selbst zur Ruhe zu kommen. Das Märchen vom Sterntaler stellt eine lichtvolle Perspektive vor Augen: Ein Mädchen, das einsam und allein auf der Schattenseite des Lebens steht, aber nicht in der Dunkelheit verzweifelt, sondern im Vertrauen auf Gott auf das Feld hinausgeht und sogar all das Wenige, was es noch besitzt, weggibt. Ohne Gewinnabsichten, ohne Berechnung gibt es, macht es die Welt hell. Am Ende fallen ihm die Sterne zu Füßen, erlebt es die Fülle.

„Die Nacht ist voller Sterne“ – Es ist nicht nur Dunkel um uns herum. Es gibt Lichtblicke, es gibt Augenblicke, in denen wir durch ein Wort oder eine Geste erleben können, wie es hell wird in unserem Leben. Dunkelheit muss nicht dunkel bleiben, wenn auch wir uns aufmachen, nicht aufgeben zu suchen und dem Stern zu folgen, der uns Hoffnung bringt und unsere Sehnsucht erfüllt. Das Gebet von Antje S. Naegeli endet mit der Bitte: „Nur einen Spaltbreit öffne uns die Tiefe, dass uns zu Herzen dringe, was die Nacht erhellt, und wir getroster weitergehen.“

 Impressionen von 2018: